AUF KUR MIT DEN HUNDEN

Eine wunderbare Erfahrung - ein einzigartiges Erlebnis.

Immer wieder bin ich erstaunt, wie unkompliziert meine Labis sind. Sie machen einfach alles mit und sind immer voll dabei. Für mich eine Selbstverständlichkeit – jedoch für andere ein Wunder. Beim Gruppenkrafttraining wurde ich auf der Gymnastikmatte liegend angesprochen, warum mich denn meine drei Hunde immer ansehen. Ob ich eine Hundeflüsterin sei?

 

Ich kenne nun einige, Meiras, Xenias, Maxs, Amigos, Elvis,…  Alles Hunde, welche von ihren Besitzern unsagbar geliebt und umsorgt werden.  Wer mich kennt, weiß, dass ich meine tierischen Begleiter ungemein liebe. Trotzdem sind und bleiben sie für mich Hunde und das jede Minute ihres Lebens. Jedoch lernte ich ungemein viel fürs echte Leben.  

 

Zum Bespiel lernte ich einen Dackel namens Max kennen, welcher für die 3 Meter vom Frühstückstisch zum Ausgang, sage und schreibe 3 Scheiben Wurst benötigte. Natürlich war das jeden Tag so. Dieses Schauspiel wiederholte sich jeden Morgen. 99 Prozent der Anwesenden begleiteten dieses Ritual mit einem wohlwollenden Blick und den Worten: „Ach sie sind doch alle gleich. Sooo gescheit.“

  • Was lernte ich nun von Max: wenn du etwas willst, musst du es einfach durchsetzen. Die Menschen werden es dann so machen, wie du es willst. Mit der entsprechenden Körperhaltung und dem richtigen Hundeblick klappt das hervorragend. Ich glaube Max ist ein hervorragender Menschentrainer. 

Meira, eine schokoladenfarbige Labradorhündin, hatte für den „Hierbefehl“ so circa 30 verschiedene und zudem ziemlich ähnlich Kommandos. Ihr Herrl war hier sehr kreativ.

  • Bei ihr erkannte ich, dass die Hunde ungemein schlau sind. Sie hören sich einfach alles an und tun dann das, was ihnen richtig erscheint. Die Belohnungswurst bekommen sie ja trotzdem. Das Leben kann so einfach sein.

Xenias Frauchen litt unsagbar, dass ihre Pekinesenhündin doch tatsächlich nicht bei ihren Kuranwendungen anwesend sein konnte. Die Welt brach für sie zusammen, da ihr armes Hündin doch sooo furchtbar litt, wenn sie nicht bei ihr ist. Sie bellt dann durchgehend, so ihre Worte. Außerdem würde sie ja sowieso nur ruhig daliegen, weil sie ja Angst hätte.

  • Obwohl wir das Zimmer nebeneinander hatten, hörte ich kein einziges Mal auch nur einen Laut. Mag sein, dass es daran lag, dass ihre Freundin immer dann kam, um mit dem allein gelassenen Hündchen im Eingangsbereich Ball zu spielen und auf der weißen Stoffcoach zu kuscheln.  Außerdem sammelte Xenias Frauchen morgendlich  von allen Frühstückstischen Butterverpackungen ein. Die kleine Hündin liebte es nämlich, diese Papierchen abzuschlecken. Sie ließ sich nur dann abbringen, wenn der kleine weiße Pudel Elvis, auf ihren süßen kleinen Rücken hüpfen musste. Das verstanden natürlich alle, obwohl er kastriert war, war er vermutlich seinem Herrchen sehr ähnlich.

Von Amigos Besitzerin lernte ich, dass Hunde ganz genau wissen, dass „ich die böse Frau“ bin. Wie kam es dazu. Bei meiner morgendlichen Runde waren meine drei angeleint neben mir und ich wollte doch tatsächlich nicht, dass der ungestüme Amigo meinen Dreien zu nahe kam. „Er tut ja eh nix“ wurde von mir ganz trocken mit einem „Ich will das aber trotzdem nicht“ beantwortet. Mein unfassbar hundefeindliches Verhalten zog ihrerseits eine Schimpftirade nach sich, die sich gewaschen hatte. Meine Antwort war ein breites Grinsen und ausdauerndes Schweigen. Ein paar Tage später, war mein kleines Rudel frei unterwegs und Amigo kam in einem Tempo angerannt, dass das Frauchen nur mit Mühe halten konnte. Immer wieder rief sie: „Amigo, das ist doch die böse Frau.“ Es nutzte aber nichts, diesen Befehl kannte er vermutlich noch nicht so gut. Jedenfalls kam sie dann angedampft, stopfte ihn noch mit einem Leckerchen fürs nicht Kommen voll und erklärte ihm noch eingehend, dass ich doch die böse Frau sei.

 

Entweder bin ich komisch oder die anderen? Oder gibt es nur unterschiedlichste Auffassungen von einem Leithund und einem Leitmenschen. Es könnte auch daran liegen, dass ich der Meinung bin, dass sich der Hund mir anpassen muss und nicht umgekehrt. Ich glaube, dass ich mich sehr gerne gegenüber dem Mainstream abhebe und dadurch meine Hunde einfach Hund sein können. 

 

Vor der Kur hätte ich einfach gesagt, mach das so oder mach das so. Das ist das einzig Richtige für dich und deinen Hund. Nach der Kur weiß ich, dass es sich für viele Menschen vollkommen in Ordnung ist, so wie es ist. Auch wenn es für mich total unverständlich ist. Die Hunde kommen sehr gut mit ihren Futtergebern zurecht. Die Fellbündel haben einige effiziente Tricks auf Lager und sind ungemein gewieft.

 

Neben den Lebenserfahrungen ist der Kuraufenthalt jedenfalls sehr im Kurzentrum Vitana und in der Landesvilla in Bad Hall zu empfehlen. Die Mitnahme von drei Hunden verlief total unproblematisch, sogar das Reinigungspersonal genoss die Vierbeiner auf dem Zimmer. Hundedecken, Hundesackerl, Leckerli am Zimmer alles selbstverständlich – und das alles zu einem total humanen Preis. Die Landesvilla ist ein 100 Jahre altes Haus, mit teils voll erhaltener Jugendstileinrichtung. Die Mitnahme der Hunde in den Frühstückraum ist gestattet. Idealerweise liegt diese Villa mitten in einem 35 Hektar großen Park, welcher ein ideales Trainingsgelände für uns war. Im Ort gibt’s auch die Therme Mediterana, Bad Hall ist ein kleines feines Örtchen, in der Nähe ist Steyr mit der Christkindlkirche und dem Martinimarkt in Gleink und noch einiges mehr ist hier los. Im Stadttheater besuchte ich ein geniales Musical „braking free  - the show must go on -  queen.“ Die Landesvilla hat auch einige Zimmer mit Balkon und bietet immer wieder tolle Kombiangeobte an. Der Kurpark ist auch mit einigen tollen Spielplätzen ausgestattet.Jedenfalls war ich sicher nicht das letzte Mal da. Außerdem gibt’s hier leckeres Essen und tolle Therapien.

kurhotelvitana@eurothermen.at

www.eurothermen.at

 

 

 

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