VERBINDUNG SCHAFFEN

Nadin berichtet immer wieder berührende Erlebnisse, welche sie mit ihrem Amici an ihrem Arbeitsplatz macht. Daher bat ich sie, mit einem besonderen Partner ihres Hundes ein Gespräch zu führen. Edith (Name geändert) möchte andere an ihrem Glück teilhaben lassen und erlaubt das Veröffentlichen. Vielen Dank dafür. Bitte unten weiter lesen!

Edith in Verbindung mit Amici

Edith ist 54 Jahre alt und leidet an Retinitis pigmentosa und dem Usher-Syndrom. Sie ist Taubblind und wohnt in einem betreuten Wohnheim. Edith bekam 1997 einen Blindenführhund namens Rurika. Sie gingen durch dick und dünn und waren ein gut eingespieltes Team. Leider ließen es verschiedene Umstände nicht mehr zu, dass Ruruika weiter bei Edith leben konnte, und somit wurde sie im Jahre 2000 pensioniert.

Amici und Nadin durften vom 1.-5. August 2016 eine Gruppe  in einer Wanderferienwoche begleiten wo auch Edith dabei war. So nutzen wir die Gelegenheit, ein kurzes Interview zu führen. Zu Beginn unseres Interviews, lag Amici in der Alphütte eingekuschelt auf seinem Platz.

Nadin: Lass einfach dein Herz sprechen. Edith was fühlst du, wenn du mit Amici zusammen bist!?

Edith: (beginnt zu weinen) Die Erinnerungen an Rurika sind stark, wenn Amici da ist. (Sie hält inne) Es ist schön zu wissen, dass er eine ganze Woche immer da ist und auch die Nähe zu mir sucht. Ich merke aber auch, dass es für mich alleine nicht mehr möglich wäre, für einen eigenen Hund zu sorgen, weil ja auch Tage dabei sein können, an denen der Hund nicht so fit ist oder Schmerzen hat.

(Edith überlegt) Die Verbindung zwischen mir und Amici hat von Anfang an bestanden. Er ist ein toller Hund und mag unsere Nähe. (In diesem Moment kommt Amici zu uns und legt sich direkt auf Ediths Füße) Siehst du, genau das meine ich. Er weiss genau, was er will und was nicht. Wenn er nicht kuscheln mag, dann mag er nicht und zeigt das auch, oder du sagst mir, dass  er es jetzt nicht mag. Das gefällt mir. Man muss ja zeigen, was man will und was nicht. Sonst ist man nicht glücklich, so ist das bei den Hunden auch.

Nadin: Du hast die Aufgabe bekommen Amicis Futter zuzubereiten und ihn zu füttern. Was beutet dir das?

Edith: Ich mag es die Verantwortung dafür zu haben und ihm etwas Gutes zu tun.

Nadin: Du kannst Amici nicht mit deinen Augen sehen. Wie nimmst du ihn wahr?

Edith: Er ist ein grosser Hund mit langen Ohren und einem glatten Fell. Er hat einen riesigen Kopf und lange Beine. Er ist ein sehr lustiger Hund mit einem tollen Wesen.

Nadin: Dass du das merkst- ich kenne keinen lustigeren Hund als Amici. Es erstaunt mich, dass du das gleich merkst.

Edith: Also die Frau aus Österreich, wo Amici herkommt, hat uns einen echt tollen Hund zukommen lassen. Sag ihr das bitte. Das ist nicht selbstverständlich, dass Hunde so wunderbar und speziell sind.

Danke dass ihr da seid, ich geniesse es. Amici trägt viel zu unserer Stimmung bei und gibt der Ferienwoche eine ganz besondere Bedeutung und eine Dynamik, die ohne ihn nicht da wäre.

 

 

beim Gespräch
die Bedeutung der roten Decke: jetzt wird gekuschelt
fürs Füttern zuständig
auch beim Wandern wird brav gefolgt
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© Eva-Maria Virgolini 2018

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